Eiskratzer-Test - Nur 2 empfehlenswert

Im Winter müssen Autofahrer immer wieder zum Eiskratzer greifen, um die Scheiben freizubekommen. Wie gut das gelingt, hängt stark vom Eiskratzer ab.

SP-X/Losheim. Wie gut und zuverlässig arbeiten Eiskratzer? Dieser Frage ist die Sachverständigenorganisation KÜS in Zusammenarbeit mit Auto Bild und Carglass nachgegangen. Unter den 8 klassischen Testprobanden und drei elektrischen Modellen belegt mit großem Abstand der Heyner Snowstar M Pro mit 82 von 90 möglichen Punkten den ersten Platz. Er überzeugte die Tester mit herausragenden Kratzleistungen bei dünner und dicker Eisschicht. Mit einem „guten“ Ergebnis (68 Punkte) kommt der Petex-Eisschaber als Preis-Leistungs-Sieger auf den zweiten Platz. Er liefert bei dünnem Eis ähnlich gute Ergebnisse wie der Heyner-Schaber ab, tut sich jedoch bei dicker Eisschicht etwas schwerer. Der Petex hinterlässt auf verschmutzen Scheiben vereinzelt Kratzer.

Die Note „befriedigend“ erhielten die Eiskratzer von Auprotec (61 Punkte), die zwei Schaber von Kungs (58 und 57 Punkte) und der von Michelin (58 Punkte). Die drei elektrischen Eiskratzer Lescars (38 Punkte), Goods+Gadgets (34 Punkte) und Kärcher (30 Punkte) sind „mangelhaft“. Schlusslichter sind der Eisfreund Premium Eiskratzer mit Handschuh (30 Punkte) und der Glart mit Handschuh (16 Punkte). Letzterer zerbrach während des Tests in zwei Teile.

Die Tester bemängeln, dass viele Eiskratzer Spuren und tiefe Kratzer verursachen, die in der Scheibe bleibende Schäden hinterlassen. Zurückzuführen sind diese auf schlechte Kratzeigenschaften und mindere Materialqualität der Eisschaber. Die Tester raten, am Abend auf eine saubere Scheibe achten. Dann ist das Risiko, am nächsten Tag die Scheibe zu zerkratzen, deutlich geringer als bei einer verschmutzen Scheibe.

Elfriede Munsch/SP-X


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