Mit alten Alu-Dosen zur Nachhaltigkeit - Michelin Rennreifen-Concept 46

Aus alt mach neu: Dieses Prinzip trägt zur Nachhaltigkeit bei. Das sieht auch Reifenhersteller Michelin so, und will so einiges recyceln.

SP-X/Frankfurt. Michelin will bis 2050 Reifen aus 100 Prozent nachhaltigen und recycelten Materialien herstellen. Zurzeit liegt beim französischen Unternehmen der Anteil der für die Reifenproduktion eingesetzten Materialien aus nachhaltigen Rohstoffen bei fast einem Drittel; dieser Anteil soll bis 2030 auf 40 Prozent steigen. Welche Materialien zum Einsatz kommen können, zeigt der Concept-Reifen „46“.  

Der Rennreifen besteht zu 46 Prozent aus nachhaltigen Rohstoffen wie recyceltem Ruß und Altreifen. Außerdem werden etwa Orangen- und Zitronenschalen, Sonnenblumenöl und Kiefernharz verwendet, um Erdöl zu ersetzen. Zudem nutzt Michelin alte Aluminiumdosen; diese werden zu Wulstkernen und Gürtellagen verarbeitet.  

Zur Entwicklung neuer Technologien setzen Reifenhersteller oft auf Erfahrungen aus dem Rennsport. Die auf den Rennstrecken unter Hochleistung gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Serienentwicklung von Pkw-Reifen ein. 

Elfriede Munsch/SP-X


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