Sparsam auch ohne Stecker - 5x Autos mit Hybridantrieb

Für normale Hybridautos gibt es keine Förderung. Trotzdem sind sie aktuell vor allem bei Privatkunden stark gefragt.

SP-X/Köln. Im Schatten von E-Autos und Plug-in-Hybriden boomen auch die klassischen Hybridautos. Gab es die Doppelmotor-Modelle früher nur von Toyota und Honda, sind mittlerweile auch andere Hersteller auf den Zug aufgesprungen. Die Technik erlaubt mit vergleichsweise geringem technischem und finanziellem Aufwand, den Normverbrauch eines Pkw massiv zu drücken. Davon profieren neben den CO2-Bilanzen der Hersteller auch die Tank-Budgets der Kunden. Fünf interessante Modelle.  

Toyota Yaris:  

Mit dem Prius konnte der japanische Hersteller in Deutschland nie so recht landen. Anders der Yaris, der mit rund 13.000 Neuzulassungen im laufenden Jahr nicht nur Toyotas erfolgreichster Hybrid ist, sondern auch branchenweit vorne mitfährt. Die Systemleistung fällt mit 85 kW/116 PS für den Stadtverkehr mehr als ausreichend aus. Und auch über Land wird der Fünftürer nicht zum Verkehrshindernis. Der Normverbrauch von 3,8 Litern lässt sich mit Übung und Konzentration durchaus erreichen, Werte deutlich unterhalb von 5 Litern sind aber auch ohne besondere Anstrengung möglich. Die Preise starten bei 20.400 Euro. Wer 1.500 Euro drauf legt, bekommt ein ordentlich ausgestattetes Modell.  

Suzuki Swace:

Der Kompakt-Kombi ist ein Exot auf deutschen Straßen – allerdings nur auf den ersten Blick. Denn wer das Suzuki-Logo ausblendet erkennt in ihm den Toyota Corolla Touring Sports inklusive dessen 90 kW/122 PS starker Hybrid-Technik. Die kauft sich Suzuki zu, um in Europa die CO2-Flottengrenzwerte zu erfüllen, die mit seinen konventionellen Benzinern nur schwer zu erreichen wären. Neben dem sparsamen Antrieb können sich Käufer an dem großen Kofferraum, dem komfortablen Fahrverhalten und einer sehr umfassenden Serienausstattung erfreuen. Die Preisliste beginnt bei 31.350 Euro.  

Renault Arkana:  

Wie ein prosaisches Sparmobil sieht das Crossover-Coupé der Franzosen sicher nicht aus. Das ist Konzept bei dem in Südkorea gefertigten Schönling in der SUV-Familie der Marke, der modische Optik mit zivilen Preisen (ab knapp 28.000 Euro) verbindet. Mit 32.500 Euro ist das 105 kW/143 PS starke Hybridmodell zwar nicht ganz so günstig, geringer Verbrauch und Spritzigkeit beim Anfahren gleichen den Aufpreis jedoch aus. Zudem ist die Ausstattung in Verbindung mit dem Doppelmotor-Antrieb schon weitgehend komplett.   

Subaru Forester:

Auch Subaru muss den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge drücken und wählt dafür ein spezielle Hybrid-Technik, e-Boxer genannt. Im Getriebegehäuse sitzt ein relativ kleiner E-Motor, der den 2,0-Liter-Benziner vor allem beim Anfangen und Beschleunigen unterstützt, aber auch für kurze Strecken und bis Tempo 40 rein elektrisches Fahren ermöglichen soll. Die Japaner sprechen von „Strong Hybrid“, um die Technik von den Mildhybriden anderer Hersteller abzugrenzen, die sich in der Regel nicht rein elektrisch bewegen. Punkten kann der Subaru darüber hinaus mit seiner typischen und im Hybrid-Segment ansonsten seltenen Allradtechnik. Die Preise für den 110 kW/150 PS starken Crossover-Kombi starten bei 35.000 Euro.  

Honda CR-V:

Neben Toyota zählt auch der andere große japanische Hersteller zu den Hybrid-Pionieren. Honda nutzte jedoch immer schon einen anderen technischen Ansatz als der Wettbewerber. Mittlerweile vertraut der Hersteller bei allen Modellen in Europa einem seriellen Hybrid, bei dem der Elektromotor die Haupt-Antriebsarbeit übernimmt und der Verbrenner als Generator zum Aufladen der Batterie zum Einsatz kommt. So auch im Kompakt-SUV CR-V, das mit 135 kW/184 PS zudem vergleichsweise kraftvoll auftritt. Der Effizienzgewinn ist vor allem bei hohem Autobahnanteil geringer als bei der aufwändiger verzweigten Toyota-Variante, dafür fährt sich der Honda ruhig und souverän wie ein E-Auto, auch wenn der Benziner im Hintergrund fast permanent mitläuft. Die Preise starten bei rund 34.000 Euro, mit Allradantrieb werden es knapp 40.000 Euro. 

Holger Holzer/SP-X 



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