Was das Laden leichter macht - Clevere Kofferraum-Extras

Ein großer Kofferraum ist nicht alles: Erst die passenden Funktions-Details machen das Beladen wirklich komfortabel.

SP-X/Köln. Ein Kofferraum ist im Idealfall groß, gleichmäßig geschnitten und auch bei umgeklappter Rücksitzbank topfeben. Doch einige Autos bieten Zusatzfunktionen, die das Beladen noch einfacher machen. Fünf Beispiele.   

Abwaschbare Ladebox mit Abfluss:  
Dass sich unter dem Ladeboden im Kofferraum ein Staufach befindet, ist an sich nicht ungewöhnlich. Beim Ford Puma fällt es mit rund 80 Litern allerdings extra groß aus. Die „Megabox“ reicht bis zum Bodenblech, ist mit abwaschbarem Kunststoff ausgekleidet und verfügt über einen Abfluss für die leichtere Reinigung. Nicht nur dreckige Gummistiefel passen in die knapp 75 mal 75 Zentimeter messende Öffnung, sondern auch sperrige Gegenstände und Gepäckstücke wie Topfpflanzen oder ein Golfbag. Der Ladeboden wird derweil in eine Aufnahme an der Rücksitzbank eingehängt, so dass er nicht im Weg ist. Das Staufach ist Serie in allen Puma-Varianten und woanders aktuell nicht zu bekommen.  

Öffnen per Fußtritt:  
Selbst die beste elektrische Heckklappe lässt sich mit vollen Händen nur schwer öffnen. Wer Tüten oder Taschen vor dem Beladen nicht noch einmal abstellen will, sollte ein Auto mit Kick-Heckklappe wählen. Dann reicht ein angedeuteter Kick unter den Stoßfänger – und die Blechtür fährt automatisch hoch. In der Regel ist die Funktion aufpreispflichtig, meist wird sie mit einem schlüssellosen Schließsystem und dem E-Motor für die Kofferraumklappe kombiniert, wodurch unterm Strich für das Komfort-Paket mehrere Hundert Euro fällig werden. Dafür schließt die Klappe in der Regel auch per Fußkick – besonders im Streusalz-Winter gut für die Hände.  

Fernentriegelung für die Rücksitzlehnen:
Umklappbare Rücksitze gibt es mittlerweile in jeder Pkw-Klasse. Entriegelt wird meist an den Lehnen selbst, was vor allem bei Beladesituationen in engen Parklücken nerven kann. Ohne Fummelei durch die halb geöffneten Fondtüren geht es mit der Fernentriegelung über einen Hebel oder Schalter im Kofferraum. Zu finden ist das Extra häufig bei Kombis oder großen SUV. In den teureren Modellen kommt eine elektrische Variante zum Einsatz, die oft gleichzeitig auch die Kopfstützen einklappen lässt.   

Zweiseitiger Ladeboden:  
Nacktes Plastik lässt sich gut abwischen, aber flauschiger Teppich sieht besser aus. Bei vielen Autos lässt sich der herausnehmbare Laderaumboden umdrehen, so dass die unschönere, aber pflegeleichtere Seite nach oben schaut. Sinnvoll etwa für den Einkauf im Garten-Center. Bei einigen Skoda-Modellen, etwa dem SUV Kamiq ist der Boden ganz bewusst als Wendematte gestaltet. Alternativ gibt es für fast alle Kombis und SUVs im Zubehörhandel Gepäckraumwannen. Die allerdings wollen bei Nichtbenutzung irgendwo verstaut werden.   

Ladekante absenken:  
Gerade SUVs haben zwar oft einen großen Kofferraum, aber häufig auch eine hohe Ladekante. Schwere Gegenstände müssen dann mit viel Kraft umständlich hineingewuchtet werden. Abhilfe schafft eine Heck-Absenkung, die per Knopfdruck im Kofferraum aktiviert wird. Allerdings gibt es das Komfort-Extra in der Regel nur bei Autos mit Luftfahrwerk. Das wiederum ist kostspieligen Modellen oder geländegängigen Allradern vorbehalten. 

Holger Holzer/SP-X


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