Was die Nachbarn fahren - PKW-Bestseller in Europa

Heimische Produkte, E-Autos oder SUVs die Vorlieben der europäischen Autokäufer unterscheiden sich. Das zeigt auch ein Blick in die Bestsellerliste.

SP-X/Köln. Trotz eines Rückgangs um rund ein Drittel war der VW Golf 2021 erneut der meistverkaufte Pkw in Deutschland. Mit knapp 92.000 Neuzulassungen auf einem schwachen Gesamtmarkt platzierte er sich deutlich vor seinen Crossover-Ableger T-Roc (57.000 Einheiten) und Tiguan (56.000 Einheiten). Doch wie sieht es jenseits der Grenzen aus? Eine Übersicht.  

Frankreich:  

In der Grande Nation regiert seit jeher der Kleinwagen. Im vergangenen Jahr allerdings erstmals seit langem der Renault Clio (85.000 Neuzulassungen), sondern der neu aufgelegte Peugeot 208 (88.000 Einheiten). Rang drei geht mit dem Dacia Sandero (77.000 Einheiten) wiederum an den Renault-Konzern.  

Großbritannien:  

Normalerweise rangiert auf der Insel ein Ford an der Spitze der Bestsellerliste, diesmal war es der Opel Corsa (41.000 Einheiten). Es folgten der Mini (35.000 Einheiten) und die Mercedes A-Klasse (31.000 Einheiten). Der einstige Dominator Ford kam insgesamt nur auf einen Marktanteil von 7 Prozent – was nur noch für den sechsten Platz im Konzern-Ranking reicht, das die VW-Gruppe mit 23 Prozent anführt.  

Italien:  

Der Stiefel-Staat ist für die Fiat-Gruppe weiterhin eine Bank. Mit dem Lancia Ypsilon (42.000 Einheiten) schaffte es 2021 sogar ein Modell aufs Treppchen, das im Rest der Welt überhaupt nicht mehr angeboten wird. Die beiden Plätze vor dem Lifestyle-Kleinwagen gehen an die technisch weitläufig verwandten Fiat Panda (103.000 Einheiten) und Fiat 500 (45.000 Einheiten).  

Spanien:  

Lange Zeit dominierten die klassischen Kleinwagen die spanische Bestsellerliste, mittlerweile ist allerdings ein kleiner Crossover die Nummer eins: der Seat Arona (20.000 Einheiten). Rang zwei geht an den eine Klasse größeren Hyundai Tucson (19.000 Einheiten), auf dem dritten Platz landet der Dacia Sandero (18.000 Einheiten).  

Belgien:  

Auch wenn es in Belgien weder viel Schnee noch Berge gibt, ist das Land ein SUV-Markt. Nummer eins im vergangenen Jahr war der Volvo XC40 (9.000 Einheiten), Nummer zwei der Hyundai Tucson (7.000 Einheiten) und Nummer drei der BMW X1 (6.000 Einheiten). Damit ist Belgien eines der wenigen Länder, in denen auf allen vorderen Plätzen ein Crossover liegt.  

Niederlande:  

In Holland und seinen Nachbarprovinzen stehen E-Mobile hoch im Kurs. Das dürfte auch dem Kia Niro genutzt haben (9.800 Einheiten), der zumindest optional mit Batterieantrieb zu haben ist. Gleiches gilt für den Volvo XC40 (7.200 Einheiten) auf Rang drei. Zwischen den beiden Stromern liegt mit dem Kia Picanto (7.500 Einheiten) ein preisgünstiger Kleinstwagen.  

Schweiz:  

In der Alpenrepublik würde man ein SUV vorne erwarten. Stattdessen rangiert mit dem Skoda Octavia (4.200 Einheiten) ein klassischer Pkw an der Spitze. Dahinter folgen das Tesla Model 3 (4.000 Einheiten) und mit dem Audi Q3 (3.700 Einheiten) doch noch ein SUV. 

Holger Holzer/SP-X

 




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