Seat

SP-X/Köln. Als Fiat-Lizenzhersteller gegründet, begann die in Barcelona produzierende, heutige VW-Tochter Seat früh mit Eigenentwicklungen. Dass Seat heute sein 70. Unternehmens-Jubiläum und den 50. Jahrestag des Deutschlandstarts (1970 mit dem Typ 600) als hierzulande zweitgrößte Importmarke (hinter Skoda) feiert, hat Fiat wahrscheinlich nie für möglich gehalten und VW im Jahr 1986 bei Übernahme des Pleitekandidaten wohl nur vage gehofft. Andererseits hat es der Autobauer aus Barcelona von Beginn an verstanden, die Vorzüge der Volumenmodelle von Fiat und VW mit spanischer Raffinesse und katalanischer Akkuratesse in der Fertigungsqualität zu vereinen. Die globale Größe der tschechischen Konzernschwester Skoda hat Seat zwar nie erreicht, dafür jedoch das VW-Produktportfolio vorangebracht durch revolutionäre Praktiker wie den Seat Inca als Basis für den Kleintransporter Caddy, den charmanten Arosa als Blaupause für den ersten VW-Mini-Flitzer Lupo oder die Cupra-Typen als Alfa-Romeo-Herausforderer, seit 2018 sogar unter eigenständiger Markenführung.