Volkswagen Volkswagen Polo

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Volkswagen Polo

Der VW Polo ist ein seit Frühjahr 1975 gebauter Kleinwagen des Wolfsburger Automobilherstellers Volkswagen. Das Fahrzeugmodell, dessen Name sich von der Sportart Polo ableitet, war zunächst die Sparversion des etwas besser ausgestatteten Audi 50, dessen Produktion Mitte 1978 eingestellt wurde. Der Polo IV erreichte die Abmessungen des VW Golf II.

Unter den Bezeichnungen Polo Classic bzw. Polo Variant vertrieb Volkswagen einen Seat Cordoba bzw. Seat Cordoba Vario mit geänderter Front- und Heckpartie. Volkswagen Südafrika verkaufte den Seat Ibiza unter dem Namen „VW Polo Playa“.

Aktuelles Modell ist der VW Polo VI.

Der Volkswagen Polo VI ist die sechste Generation des Polo und wird von Volkswagen produziert. Er wurde am 16. Juni 2017 vorgestellt. Am 17. Juli 2017 lief im Werk Pamplona der Volkswagen Navarra S.A. die Serienproduktion an; bestellbar ist er seit dem 4. August 2017. Produktionsorte sind das Werk im Pamplona (Spanien) sowie das VW-Werk in Uitenhage (Südafrika). Seit dem 29. September 2017 wird er in Deutschland in den Verkaufsräumen der VW-Händler präsentiert. Eine umfangreich überarbeitete Version des Polo wurde am 21. April 2021 vorgestellt.

Der Polo VI basiert auf der neuen MQB-A0-Plattform. Er ist nach dem im Januar 2017 vorgestellten Seat Ibiza V das zweite Fahrzeug auf dieser Plattform, die inzwischen (2020) für fast 20 Modelle von Seat, Volkswagen, Audi und Škoda verwendet wird. Der Polo wird ausschließlich als fünftürige Limousine angeboten.

Die Stufenheckversion des Polo VI (VW Virtus) wird nur in Brasilien gebaut und verkauft.

Ebenso wie sein Vorgänger gilt der Polo VI als Kleinwagen; Volkswagen bezeichnete ihn bei seiner Vorstellung mehrfach als „Sub-Kompakten“. Der Polo ist 4053 Millimeter lang, etwa 80 Millimeter länger als das Vorgängermodell und länger als die ersten drei Generationen des Golf. Bezogen auf das umbaute Volumen ist er annähernd gleich groß wie die Schrägheckversionen des Golf IV und des Passat B2. Der Radstand des Polo ist um 78 Millimeter auf 2548 Millimeter verlängert worden; in der Breite sind 69 Millimeter hinzugekommen (jetzt 1.751 Millimeter ohne Spiegel). Der cw-Wert (1.0 TSI Comfortline) beträgt 0,31 (Stirnfläche 2,1 m²). Das Kofferraumvolumen bei aufrechter Rückbank beträgt 351 Liter (71 Liter mehr als beim Polo V).

Im Herbst 2020 wurde der Polo, mit der Umstellung auf das Modelljahr 2021, optisch überarbeitet. Das Fahrzeug wird seitdem mit dem neuen Volkswagen-Logo geliefert und der Schriftzug Polo an der Heckklappe, der ehemals unten links stand, ist nun mit einer neuen Schriftart, in der Mitte unter dem VW-Logo angebracht. Technisch erfolgte ein Update auf den „Modularen Infotainment-Baukasten 3“ (MIB3).

Die Marke Volkswagen

Die Volkswagen AG ist der größte Automobilhersteller in Europa. Als Muttergesellschaft mehrerer Marken kann der Konzern auf beeindruckende Zahlen verweisen, zumal die Fahrzeuge weltweit in 150 Staaten erhältlich sind. Flaggschiff und Kernmarke des Unternehmens ist VW. Aktuell (2018) umfasst die Marke rund 40 Modelle, sie sind in nahezu allen Typen- und Preisklassen anzusiedeln. Und dass diese einen außerordentlich guten Ruf haben, zeigt bereits die Tatsache, dass selbst Gebrauchtwagen noch einen beachtlichen Preis bei Wiederverkauf erzielen. Angefangen hat alles schon vor über 80 Jahren.

Eine Erfolgsgeschichte nimmt Ihren Lauf

1960 beschloss der Deutsche Bundestag, das in staatlicher Hand befindliche Volkswagenwerk zu privatisieren, woraufhin das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Nachdem VW 1964 von Daimler Benz die Auto Union übernahm, führte das Unternehmen mit Audi erstmals eine zweite Marke im Angebot. 1969 wurde in die Marke Audi das Unternehmen NSU integriert. Nur ein Jahr später ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte: VW brachte mit dem Modell K 70 erstmals ein Auto mit Frontantrieb, Frontmotor und Wasserkühlung heraus. Ein echter Rekord folgte 1972, als Volkswagen mit 15.007.034 montierten Autos Produktionsweltmeister wurde. 1978 schuf der Konzern mit der Wortmarke V.A.G eine gemeinsame Plattform für die beiden Marken VW und Audi. In der Öffentlichkeit konnte sich der Begriff „V.A.G.-Partner“ jedoch nicht richtig durchsetzen, so dass er um 1992 wieder verschwand.

Die 80er- und 90er-Jahre

Die 80er- und 90er-Jahre waren von bedeutenden Übernahmen geprägt: VW übernahm 1986 zunächst die Mehrheit von Seat und 1991 dann Skoda. Außerdem kam es 1998 zur vorübergehend Übernahme von Rolls-Royce, allerdings gab der Konzern das Unternehmen bereits 2002 wieder ab, um sich stärker auf die Fertigung der 1998 übernommenen Luxusmarke Bentley zu fokussieren. 1999 erhielt VW viel Lob von Umweltverbänden, da mit dem Lupo 3L TDI erstmals ein Dreiliterauto angeboten wurde.

Von der Jahrtausendwende bis heute

2003 dann eine kleine Krise, denn durch stark gestiegene Löhne und Produktionskosten erlitt der Konzern in diesem Jahr einen Gewinneinbruch von mehr als 50 Prozent. Auch die Absatzschwierigkeiten der neuen (fünften) Golf-Generation, die mit ihrem Einstiegspreis nicht zur damaligen schlechten Konjunktursituation in Deutschland passte, trugen zu dieser Krise bei. Um den Absatz zu steigern, erhielten bis September 2004 alle Golf-V-Käufer die Klimaanlage gratis. Doch schon bald ging es wieder aufwärts. 2005 wurde Porsche mit einem 20-Prozent-Anteil größter Aktionär des Konzerns. Bis 2009 wurden die Anteile auf 50,76 Prozent ausgebaut. Im Sommer 2008 verkündete VW den erstmaligen Aufstieg in die „Top Drei der größten Automobilhersteller der Welt“. 2011 erwarb das Unternehmen die Mehrheit am Fahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN.

Der Unternehmensname

Der Unternehmensname ist auf die ursprüngliche Idee zurückzuführen, einen „Volkswagen“, also ein erschwingliches Auto für jeden aus dem Volk, zu bauen.

Die Kfz-Produktion

Volkswagen ist sowohl im Bereich der Personenkraftwagen als auch im Sektor der Nutzfahrzeuge tätig. Kleinstwagen wie der VW Lupo oder Fox lagen und liegen bei deutschen Autofahrern genauso hoch im Kurs wie die mittlerweile sechs Generationen des Polo. Unvergessen auch der gute alte Käfer, der Jahrzehnte nach seiner Entwicklung als „Beetle“ eine kleine Wiedergeburt erlebte. In der Kompakt- und Mittelklasse zählen der Golf, der Jetta, der Bora und natürlich der Passat zu den ganz großen Namen. Wer Coupés und Sportmodelle liebt, fuhr in den sechziger Jahren einen VW Karmann-Ghia Typ 34, wenig später sorgte der VW-Porsche-Porsche 914 bei allen Sportwagenfans für Begeisterung. Die Oberklasse umfasst bei Volkswagen zwar lediglich den Phaeton, von der Limousine liefen zwischen 2001 und 2016 aber immerhin 84.235 Einheiten vom Band. Bei den Vans und Kleinbussen dominieren der Sharan, der Touran und als immer hoch heiß geliebter Klassiker der „Bulli“. Aktuell gehört der Transporter T6 Multivan zu den beliebtesten Fahrzeugen in dieser Klasse. Auch im SUV-Bereich spielt VW ganz vorne mit, denn die Modelle T-Roc, Tiguan und Touareg entwickelten sich zu echten Bestsellern. Und was die Nutzfahrzeuge betrifft: In zahllosen Gewerbebetrieben sorgt der VW Caddy schon seit Jahren zuverlässig und unermüdlich für einen reibungslosen Geschäftsablauf.

Der Sitz und die Standorte von Volkswagen

Die Volkswagen AG hat ihren Sitz nach wie vor in der Autostadt Wolfsburg. Da zum Konzern inzwischen zahlreiche Marken gehören, führen wir für eine bessere Übersicht nur die Produktionsstandorte der in Deutschland erhältlichen VW-Modelle auf.
Im Hauptwerk Wolfsburg werden der Golf, der Golf Sportsvan, der Tiguan sowie der Touran produziert, in Emden der Passat und der Arteon, in Zwickau-Mosel die drei Modelle Golf, Passat Variant und Golf Variant. Produktionsstandort für den e-Golf ist Dresden, während die Nutzfahrzeuge T6 und Amarok in Hannover gefertigt werden.
Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über mehrere Standorte im Ausland, die ebenfalls für den deutschen Markt produzieren. Dazu gehören Bratislava/Slowakei (Modelle Touareg und up!), Pamplona/Spanien (Polo), Palmela/Portugal (Sharan, bis 2017 Scirocco), Puebla/Mexiko (Modelle Beetle Cabrio, Jetta sowie Golf Variant), Uitenhage/Südafrika (Polo und Golf) sowie São José dos Pinhais/Brasilien (Golf). Zudem werden an den polnischen Standorten Posen und Wrzesnia die Nutzfahrzeuge Caddy, T6 und VW Crafter hergestellt. Alle Angaben Stand Mai 2018.

Außerhalb von Europa stellt VW Fahrzeuge in Mittel- und Südamerika, China sowie Südafrika her, die vorwiegend auf den lokalen Märkten vertrieben werden und meist bedeutend günstiger sind. Häufig werden sie speziell für den Einsatz auf schlechten Straßen konzipiert und basieren auf älteren VW-Modellen.
So gründete VW in China beispielsweise drei Gemeinschaftsunternehmen. Die eigenständigen Marken FAW-Volkswagen, FAW-Audi sowie Shanghai Volkswagen treten auf dem Markt mit einer eigenen Modellpalette an.